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Checkliste für die Firmengründung in der Schweiz

Checkliste für die Firmengründung in der Schweiz

Viele Menschen träumen davon, ihr eigener Chef zu sein und die eigene Geschäftsidee in die Tat umzusetzen. Kein Wunder also, dass die Einzelfirma zu den beliebtesten Rechtsformen der Schweiz zählt. Ohne gesetzlich vorgeschriebenes Mindestkapital, mit überschaubarem bürokratischen Aufwand und kurzen Entscheidungswegen bietet sie einen unkomplizierten Einstieg in Ihre Selbstständigkeit.

Person tippt auf einer Laptop-Tastatur, der Bildschirm zeigt eine Webseite mit Start-up Pitch-Deck-Vorlagen; auf dem weißen Tisch liegen ein iPhone und ein Notizblock.

Vorteile einer Einzelfirma in der Schweiz

Die Einzelfirma bietet Gründern zahlreiche Vorteile – vor allem dann, wenn sie schnell und mit möglichst wenig Aufwand starten möchten.
Kein gesetzliches Mindestkapital erforderlich
Anders als bei einer GmbH oder AG ist für die Gründung einer Einzelfirma kein Startkapital vorgeschrieben.
Geringer administrativer Aufwand
Die Gründung und die laufende Verwaltung einer Einzelfirma sind mit vergleichsweise wenig Bürokratie verbunden.
Keine Doppelbesteuerung
Einzelfirmen zählen nicht als juristische, sondern als natürliche Personen. Dadurch wird der Unternehmensgewinn gemeinsam mit dem übrigen Einkommen versteuert. Eine zusätzliche Besteuerung auf Unternehmensebene entfällt.
Unternehmerische Freiheit
Sämtliche Entscheidungen werden vom Gründer selbst getroffen. Das ermöglicht kurze Entscheidungswege und ein hohes Maß an Flexibilität.

Herausforderungen einer Einzelfirma

Die Einzelfirma bringt einige Herausforderungen mit sich. Wer sich selbstständig macht, sollte diese Punkte kennen und bei der Planung berücksichtigen.
Persönliche Haftung
Inhaber einer Einzelfirma haften grundsätzlich mit ihrem Privatvermögen.
Eingeschränkter Zugang zu Finanzierungen
Banken vergeben Kredite an Einzelfirmen häufig vorsichtiger als an Kapitalgesellschaften.
Kein Anspruch auf Arbeitslosenversicherung
Selbstständige können sich grundsätzlich nicht über die Arbeitslosenversicherung (ALV) absichern. Das finanzielle Risiko tragen Sie daher selbst.
Unternehmensnachfolge und Verkauf
Eine Einzelfirma lässt sich nicht so einfach übertragen wie eine GmbH oder AG. Soll das Unternehmen später verkauft oder an eine andere Person übergeben werden, ist dies häufig mit größerem Aufwand verbunden.
Diese Stolperfallen lassen sich bereits vor der Gründung umgehen – die folgende Checkliste zeigt Ihnen, welche Schritte Sie erledigen sollten, um unkompliziert und abgesichert in der Schweiz selbstständig zu werden.
Schwarzer Stift liegt auf weißen Formularen mit Überschriften wie Benutzerpersona, Verbindungen, Websites Inspirationsumfrage und Markenfarben auf einem Holztisch neben einem Laptop.

Checkliste für die Firmengründung in der Schweiz

1. Geschäftsidee prüfen anhand eines Businessplans

Ein Businessplan hilft dabei, Ihre Geschäftsidee kritisch zu hinterfragen. Wie sieht Ihre Zielgruppe aus? Wie stark ist der Wettbewerb? Besteht tatsächlich ein Bedarf am Markt? Und wie soll sich Ihr Unternehmen langfristig finanzieren?
Diese Stolperfallen lassen sich bereits vor der Gründung umgehen – die folgende Checkliste zeigt Ihnen, welche Schritte Sie erledigen sollten, um unkompliziert und abgesichert in der Schweiz selbstständig zu werden.

2. Passende Rechtsform wählen

Welche Rechtsform sich für Ihr Vorhaben am besten eignet hängt unter anderem folgenden Fragen ab:
Wenn Sie... Dann empfiehlt sich häufig...
allein gründen und mit geringem Kapital starten möchten Einzelfirma
Ihr Privatvermögen besser schützen möchten GmbH
gemeinsam mit weiteren Personen gründen GmbH oder AG
größere Investitionen oder ein starkes Unternehmenswachstum planen GmbH oder AG

3. Finanzierung planen

Auch wenn für die Einzelfirma kein Mindestkapital vorgeschrieben ist, sollten Sie Ihren Finanzbedarf realistisch planen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Gründungskosten, sondern auch laufende Ausgaben wie Marketing, Versicherungen oder Ihren eigenen Lebensunterhalt. Reicht das Eigenkapital nicht aus, kommen beispielsweise Bankkredite, Förderprogramme oder private Investoren infrage.

4. Firmennamen festlegen

Der Firmenname ist mehr als nur das Aushängeschild Ihres Unternehmens – er birgt auch rechtliche Anforderungen. Bei einer Einzelfirma muss beispielsweise der Nachname des Inhabers im Firmennamen vorkommen, während bei einer GmbH oder AG die jeweilige Rechtsform angegeben werden muss.
Bevor Sie sich endgültig festlegen, sollten Sie außerdem folgende Punkte prüfen:
Entspricht der Firmenname den gesetzlichen Vorgaben?
Verletzt die Bezeichnung bestehende Marken- oder Namensrechte?
Ist die gewünschte Internet-Domain noch verfügbar?
Sind passende Social-Media-Namen noch frei?

5. Behördliche Anmeldungen

Eine Einzelfirma entsteht bereits mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit. Ein Eintrag ins Handelsregister wird grundsätzlich erst ab einem Jahresumsatz von CHF 100'000 verpflichtend, kann aber auch freiwillig früher erfolgen.
Wichtig ist außerdem die Anmeldung bei der zuständigen Ausgleichskasse (AHV). Erst wenn diese Ihre Tätigkeit als selbstständig anerkennt, gelten Sie offiziell als selbstständig erwerbend.

6. Versicherungen und Vorsorge prüfen

Klären Sie frühzeitig, welche Versicherungen für Ihre Tätigkeit sinnvoll oder erforderlich sind. Selbstständige sind nicht automatisch über alle Sozialversicherungen abgesichert und sollten daher ihre Altersvorsorge und Risikoabsicherung rechtzeitig planen.

7. Buchhaltung organisieren

Richten Sie Ihre Buchhaltung bereits vor dem Start ein. Eine saubere Dokumentation von Einnahmen, Ausgaben und Vermögen erleichtert den Geschäftsalltag sowie Ihre Steuererklärungen.

8. Marketing und Kundengewinnung vorbereiten

Selbst ein gutes Produkt verkauft sich nicht von allein. Überlegen Sie frühzeitig, wie potenzielle Kunden auf Ihr Unternehmen aufmerksam und an Sie gebunden werden.

9. Alle wichtigen Unterlagen bereithalten

Bereiten Sie die wichtigsten Unterlagen bereits vor der Gründung vor. Viele davon benötigen Sie später für die Anmeldung bei der AHV, den freiwilligen oder verpflichtenden Handelsregistereintrag oder bei Gesprächen mit Banken.
Dazu gehören insbesondere:
ein gültiger Ausweis oder Reisepass zur Identifikation,
eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung, sofern Sie nicht die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen,
ein Businessplan und eine Finanzplanung, insbesondere wenn Sie eine Finanzierung beantragen möchten,
Nachweise über Ihre selbstständige Tätigkeit, etwa Angebote, Rechnungen, Verträge, Werbematerialien oder eine Unternehmenswebsite. Diese dienen der AHV als Nachweis, dass Sie tatsächlich selbstständig tätig sind.

10. Professionelle Unterstützung einholen

Gerade bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen kann eine frühzeitige Beratung helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden. Eine Wirtschaftskanzlei unterstützt Sie dabei, die passende Rechtsform zu wählen, Verträge rechtssicher zu gestalten und Ihre Firma auf einer soliden Basis aufzubauen.
Ein Mann und eine Frau arbeiten zusammen an einer Wand mit bunten Haftnotizen in einem modernen Büro mit Pflanzen und Regalen.

Unterstützung bei Ihrer Firmengründung

Eine gute Geschäftsidee verdient eine ebenso gute Grundlage. Jost & Partners begleitet Sie bei der Firmengründung in der Schweiz – von der Wahl der passenden Rechtsform bis zur rechtlichen Ausgestaltung Ihres Unternehmens. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um sich langfristig erfolgreich am Markt zu etablieren.

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